SEIT 1921

100+ Jahre Eiskunstlauf

Ein Leben für den Eiskunstlauf & darüber hinaus


 

 

 

 

 

Eva & Horst

 

 

"Horst Faber, der Erfinder"

HORST FABERs Fußabdruck - oder fachlich ausgedrückt - Spurbild am Eis, war sicher die Kreativität seiner Künste, die er insbesondere unabhängig von Regelwerken, umsetzte.

 

Sprünge, wie den

"neuen Faber Doppelsprung" führte Horst Faber in Kombination mit anderen Eiskunstlaufelementen aus...

 

Horst Faber's Doppelsprung ist ein Doppelaxel gelandet am linken Fuß, auf der Innenkante, was eine Kombination mit einem Doppelsalchow ermöglicht..

 

Die Erfindung war bei genauer fachlicher Betrachtung das Landen am anderen Fuß.

  

Im Unterschied zu Faber's Doppelsprung" unterscheidet sich dieser vom Doppelaxel durch die Landung am linken Fuß auf der Innenkante, während der Doppelaxel klassisch am rechten Fuß auf der Außenkante gelandet wird.

 

Da im internationalen Regelwerk die Definition der Sprünge über die Art des Absprunges und nicht der Landung definiert ist, konnte Fabers neu erfundener Doppelsprung nicht in die Liste der Sprungelemente aufgenommen werden. Letztlich stellt dieser einen Doppelaxel gelandet am anderen Bein auf der Innenkante dar.

 

Der "Axel" bzw. Doppel-, Dreifach und Vierfach-Axel wurde vom Norwegischen Eiskunstläufer Axel Paulsen (18.7.1855 bis 9.2.1938) erfunden. Er war von 1882 bis 1890 aktiver Eiskunstläufer. Während der Olympischen Spiele 1976 wurde dieser in die World Fiugre Skating Hall of Fame aufgenommen.

 

Von dem vom Tiroler Eiskunstläufer Ernst Oppacher, geb. 8.10.1892 erfundenen Sprung, im deutschsprachigen Raum bekannt unter dem Namen "Oppacher", unterscheidet sich der Faber Doppelsprung, dadurch, dass der "Oppacher", im Unterschied zum Axel, vom rechten Fuß von der Innenkante abgesprungen wird.

 

Ernst Oppachers größter Beitrag zum Eiskunstlaufsport war wohl die Erfindung des Einfuß-Axels, (1 1/2 Umdrehungen, Absprung und Landung auf dem gleichen Fuß) der später in den 1930er Jahren durch Cecilia Colledge populär wurde. In Österreich war er viele Jahre lang als Oppacher-Sprung bekannt. Im modernen Eiskunstlauf ist der "Oppacher" nicht als Sprungelement vorgesehen.

 

Auch der "neue Faber Doppelsprung" wurde nicht in die Liste der Sprungelemente des modernen Eiskunstlaufes aufgenommen.

 

In den neuesten Regelwerken des modernen Eiskunstlauf ist bei den "linksdrehenden" Sprüngen die Landung erstmals nicht mehr auf dem "rechten Fuß auf der Außenkante" vorgegeben.

 

Erst mit dieser Regeländerung im Jahr 2011, Horst Faber's 90sten Geburtstag, hat der von Horst Faber erfundene "Faber Doppelsprung" die Möglichkeit im Internationalen Wettkampfsport gezeigt zu werden. 


Da bei Sprungkombinationen primär als zweitem Sprung der Toeloop oder der Rittberger an den ersten Sprung angehängt werden und der Salchow nicht mehr Punkte erhält, wurden bzw. werden Sprünge dennoch selten im Wettkampfsport auf dem linken Fuß auf der Innenkante gelandet und mit dem Salchow kombiniert....

 

Der "Faber Doppelsprung" ist und bleibt damit eine kreative, künstlerische Abwandlung des "Axel", die bei Shows dargeboten werden...

Faber Kufenschoner

Der "FABER KUFENSCHONER"

 

1965 erfand Horst Faber den Kufenschoner. (siehe Abbildung, Foto aus dem Internet, Website Ebay) Horst gründete eine international tätige Import und Export- Unternehmung und damit wurden die Faber Kufenschoner international gehandelt. Die Kufenschoner wurden zunächst aus einem Kunststoffelement mit einer Spannfeder konzipiert. Die Länge des Schoners konnte individuell angepasst werden, indem das Kunststoffelement (am hinteren Ende) abgeschnitten wurde. Die Spannfeder sorgte für den Halt des Schoners an der Kufe. Zur Befestigung mussten die EissportlerInnen lediglich mit der "Hacke" / "Ferse unter die Feder und anschließend die Spitze / Zacke in die Vorderseite eindrücken. Damit war der Schoner an der Kufe befestigt und wurde von der Feder eingespannt fixiert. Später wurde ein zweigliedriger Kunststoffkörper, welcher durch zwei Spannfedern miteinander verbunden wurde entwickelt, welcher bis heute Verwendung findet.

 

Erstmals konnten damit die Kufen vor Beschädigungen am Weg von Umkleiden zur Eisbahn geschützt werden.

 

Diese Erfindung stellt wohl eine der größten Erfindungen rund um den Eissport der Nachkriegsgeschichte dar.

 

Ein Nischenprodukt, welches im Eissport in allen Eissportarten, im Eiskunstlauf, im Eisschnelllauf aber auch im Eishockey

 

zum 60 jährigen Jubiläum im Jahr 2025

 

nicht mehr wegzudenken ist...

 

Neben dem Eissport führte Horst Faber ein erfülltes Leben, wenngleich der Eissport in seinem Leben allgegenwärtig war und blieb...

101 Jahre Eiskunstlauf...

Von der Wiege bis zum Grabe... Horst Faber lebte den Eiskunstlauf..

Horst Faber (* 11. September 1921 in Miesbach; † 4. Dezember 2022 in Kirchberg in Tirol) war  ein deutscher Eiskunstläufer, der international im Einzellauf startete.

 

1939, im letzten Jahr vor der Wettkampfpause durch den Zweiten Weltkrieg, gewann Faber die Bronzemedaille bei der Eiskunstlaufweltmeisterschaft in Budapest und bei der Europameisterschaft in Davos, beide Male hinter den Briten Graham Sharp und Freddie Tomlins. Im Vorjahr hatte er bei beiden Wettbewerben mit dem vierten Platz noch das Podium verpasst, sich aber als bester deutscher Eiskunstläufer nach der Ära Ernst Baier etabliert. Durch den Weltkrieg und die anschließende Sperre für deutsche Athleten wurden ihm weitere Erfolge verwehrt. (Horst Faber (Eiskunstläufer) – Wikipedia)

Ab 1947 startete er für den SC Riessersee. 1951 trat der bis dahin bereits neunfache deutsche Meister noch einmal bei der Europameisterschaft an, zwölf Jahre nach seinem letzten großen internationalen Auftritt. Ungeachtet der langen Pause erreichte er dabei seine beste internationale Platzierung, als er in Zürich den Vize-Europameisterschaftstitel hinter dem Österreicher Helmut Seibt und vor dem Italiener Carlo Fassi gewann.

 

1950 wurde er mit seiner Ehefrau Eva Prawitz, deutscher Meister im Eistanzen.

 

In den 60er Jahren übersiedelte Horst mit seiner Gattin nach Tirol, wo er bis zu seinem Tod lebte und den Eiskunstlaufsport bis zu seinem 98 Lebensjahr aktiv ausübte.

 

Schon zu Lebzeiten widmete er sein Leben dem Eiskunstlauf. Dem aber nicht genug, neben einem "Eiskunstlaufmuseum" errichtete er die Eva & Horst Faber Privatstiftung für Eiskunstlauf, die seit seinem Tod sein Erbe weiterträgt und den Eiskunstlaufsport in Tirol aber auch in Bayern unterstützt und fördert.(Horst Faber (Eiskunstläufer) – Wikipedia)


Eva & Horst Liebe & Eis

Das Eistanzpaar Eva und Horst Faber liebte nicht nur den Eiskunstlaufsport, sie liebten sich und das Publikum liebte sie...

Hebefiguren und Todesspiralen wurden von Eva und Horst Faber kreativ interpretiert und ausgeführt....

 

Die Eisrevue machte es beiden möglich, sich fern aller Regelwerke des internationalen Eiskunstlauf Wettkampfsportes frei zu entfalten...

 

Die Kreativität entfaltet sich immer dort, wo keine Regulatorien die Kunst blockieren...

 

Die künstlerische Freiheit entfalteten Eva und Horst nach ihrer aktiven Wettkampfkarriere...

"Im Weißen Rössl"

interpretiert von Eva und Horst...

Im Weißen Rössl